Ein Tag in Philadelphia

14. September 2023 – Heute verlassen wir New York zum ersten Mal, sieht man von unserer Ankunft in Newark im Staat New Jersey ab. Mit einem Flixbus (dieses deutsche Unternehmen hat die amerikanischen Greyhound-Busse übernommen) fahren wir nach Philadelphia und stürzen uns in die amerikanische Geschichte.  Erster Programmpunkt ist die Independence Hall, ursprünglich ein Gerichtssaal, der Supreme Court der Kolonie Pennsylvania, und ein zugehöriger Versammlungsraum, in dem mehrere grundlegende Dokumente der US-amerikanischen Geschichte das Licht der Welt erblickt haben: die Declaration of Independence im Jahr 1776 und die Articles der Confederation und die US-Constitution in 1787.

Eine kenntnisreiche Stadtführerin erklärt uns nicht nur, welche Elemente im Raum Originale oder zumindest aus der Zeit der Unabhängigkeitserklärung sind, sondern bringt aus auch die aufgeladene Stimmung zwischen den sehr unterschiedlichen politischen Gegnern und Partnern nahe, die seinerzeit in dem Raum saßen und sich einstimmig auf einen Text einigen mussten. Keine Selbstverständlichkeit, dass es zu dem insgesamt guten Ergebnis kam. Und Manches erinnert mich tatsächlich an aktuelle Verhandlungen in Brüssel.

Nächstes historisches Highlight ist die Freiheitsglocke mit dem Sprung. Ihr wird nachgesagt, dass sie bei der ersten Verlesung der Unabhängigkeitserklärung geläutet hat; noch wichtiger ist sie aber als Symbol für die Freiheit und den Kampf gegen die Sklaverei.

Über ein weiteres Stück Vergangenheit, Elfreth‘s Alley, arbeiten wir uns dann per pedes  über den Reading Terminal Markt, einem Blick auf Chinatown, vorbei am riesigen Rathaus bis zu dem Philadelphia Museum of Art vor. Bis ins Innere reichen weder unsere Kräfte noch unsere Zeit, aber Philly ist auf jeden Fall eine Reise wert (und sogar das Warten auf den verspäteten Bus).

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