6. Oktober 2023 – Gerade plätschert es draußen vor dem Fenster wieder munter vom Himmel herunter. Da liegt es doch nahe, einmal über das Wetter in New York zu plaudern. Natürlich haben wir von Ende August bis Anfang/Mitte Oktober noch keinen Jahreskreis erlebt und schon gar nicht mehrere Jahre, die ja für ein verlässlicheres Bild erforderlich wären.
Aber abwechslungsreich war es allemal, was uns in unseren eineinhalb Monaten New York von oben geboten wurde. Nach einem eher tropischen Einstieg (viele Regenschauer bei ordentlicher Wärme) haben wir im September von heißen Tagen mit um die 35°C und warmen Nächten, bis zu unwetterartigen Regenfällen, bei denen ganz Brooklyn lahmgelegt war, schon alles mögliche erlebt. Nur vergisst man ja das vergangene Wetter immer so schnell.
Im Vergleich zu Berlin, so die Klimatabellen, regnet es über das Jahr verteilt in New York knapp doppelt so viel (1139mm in NYC gegenüber 669mm in Berlin). Dementsprechend hat die gute New Yorkerin nicht nur einen Regenschirm in der Tasche, sondern auch die Gummistiefel griffbereit zu Hause stehen, und scheut sich nicht, diese auch im Theater zu Seidenbluse und Bleistift-Rock zu tragen. So gesehen, aber leider nicht fotografiert, am 29. September, an dem innerhalb eines Vormittags teilweise über 15 cm Regen fielen. Dies war der Höhepunkt eines drei Tage anhaltenden Dauerregens, der zu zahlreichen geschlossenen Subway-Stationen, unterbrochenem Verkehr und amtlichen Warnungen per cell broadcast geführt haben: „Stay at Home, whenever you can“.

Zugegeben, dieses Wetterereignis wurde auch in den amerikanischen Medien als die stärksten Regenfälle seit mehr als 100 Jahren beschrieben. Antransportiert wurden sie übrigens mit einem Wirbelsturm, der von Süden über das Meer kamen; nach meiner Freizeit-Meteorologen-Diagnose ein Teil der Hurricane Season, wenn auch bei uns mit Schwerpunkt auf Niederschlägen. Als ziemlich sicher dürfte aber gelten: auch dieses Ereignis lässt sich unter der Überschrift „Folgen des Klimawandels“ subsumieren.
Jetzt hat sich das Wetter wieder beruhigt, Wolken und Sonne wechseln sich ab, das heißt meistens Sonne unter der Woche, Regen am Wochenende, bzw. Sonne, wenn ich drinnen sitze, und Regen, wenn ich gerade irgendwohin gelangen muss. Und auch die Temperaturen werden merklich kühler. Ich denke, der Herbst wird schnell da sein, und dann gibt es – wer weiß? – ja eventuell auch einen richtigen Winter.
Über das Wetter kann ich jedenfalls immer wieder berichten…
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