Regelmäßige Leser haben es vielleicht bemerkt: Ich war schon länger nicht mehr im MoMA und konnte daher von keiner neuen Ausstellung dort berichten. Aber es gibt in New York ja auch ansonsten so viele Museen und Kunstwerke, die unbedingt gesehen werden wollen! Dazu gehört ohne Frage das Whitney Museum of American Art, das in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von der Künstlerin und Mäzenin Gertrude Vanderbilt Whitney gegründet wurde. Standort ist seit knapp zehn Jahren das südliche Ende der Highline im Meatpacking District.
Das von Renzo Piano entworfene Gebäude bietet von den Terrassen der oberen Stockwerken einen gute Aussicht auf den Financial District, den Hudson River und den Highline Park, und ist alleine wegen seiner attraktiven Lage schon einen Besuch wert. Aber auch der Blick ins Innere des Gebäudes lohnt.
Bei unserem Besuch Mitte Oktober waren neben der Dauerausstellung zwei Sonderausstellungen zu bewundern, die ich auf jeden Fall empfehlen kann.
„Ruth Asawa Through Line“ ist eine Zusammenstellung von Zeichnungen, Drucken und Aquarellen einer ansonsten eher für ihre Drahtskulpturen bekannten amerikanischen Künstlerin mit japanischen Wurzeln. Sowohl die Farben als auch die Arbeit mit Mustern und Wiederholungen, die sich zu neuen Bildern zusammenfügen, haben mich sehr angesprochen.



Der zweite Künstler, der ebenfalls noch bis Mitte Januar hier gewürdigt wird, ist Henry Taylor, ein Maler aus Los Angeles, der vor allem schwarze Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen gemalt hat. Ein Bild von Jay-Z, das als Kopie in der Brooklyn Library zu sehen ist, ist mir dort wieder begegnet. Auch andere bekannte Persönlichkeiten, Verwandte oder Freunde hat er mit breitem Pinselstrich eingefangen und erzählt dabei immer auch etwas über ihren Hintergrund.
Zum Glück gewährt das Whitney Museum am Freitagabend freien Eintritt, dann kann ich mich noch einmal in einzelne Werke vertiefen. Gute Informationen zu den aktuellen Ausstellungen und dem Gebäude gibt es aber auch auf der Website www.whitney.org.
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