Window Shopping

Ich habe mir ja vorgenommen, in meinem einen Jahr in New York, keine Kleidung zu kaufen. Okay, fast keine. Wahrscheinlich. Und man kann sich ja mal informieren… 

Zunächst einmal lässt sich festhalten, dass man mit Platin-Kreditkarte und bei entsprechend gut gefülltem Konto in New York sicher alles bekommen kann, was das Herz begehrt. Geliefert, mit Modeberatung und Pipapo. Wer’s etwas schlanker haben will, sagen wir Gold-Standard, kann insbesondere in SoHo fündig werden. Dort ist die Greene-Street eine der Straßen, in der sich eine Designerboutique an die nächste reiht: Anne Fontaine, Stella McCartney, Louis Vuitton, Bottega Veneta, you name it. Etwas normaler wird es dann zwei Straßen weiter auf dem Broadway, wo auf der SoHo-Strecke und darüber hinaus die üblichen Ketten wie Brandy Melville, Zara oder Uniqlo ihre Flagship-Stores haben.

Zu bestimmten Tagen kann man in SoHo, aber auch in anderen Stadtteilen lange Schlangen von Menschen entdecken, die Einlass in einen Pop-up Store der Kette „260 Sample Sale“ begehren. Dort kann man second season Ware von Designermarken erstehen, muss aber immer noch reichlich blechen – und eine Vorliebe für Extravagantes haben. Dieser Versuchung kann ich ohne größere Schwierigkeiten widersagen.

Und dann gibt es da noch die Fifth Avenue, an der sich zum Beispiel mehrere Sport/Freizeit-Geschäfte präsentieren. Überhaupt wird dieses Segment in NYC reichlich bedient, und Jogginghosen, Sport-Leggins etc. sind auch im Straßenbild nicht wegzudenken.

Erwähnt werden müssen natürlich auch noch die beiden großen Kaufhäuser Bloomingdale‘s und Macy‘s. Ich gebe ja zu, dass ich Kaufhäuser immer schon schwierig fand. Einmal schnell Socken kaufen bei Kaufhof geht. Oder gezielt in der Lebensmittelabteilung des KaDeWe nach außergewöhnlichen Zutaten für ein Rezept schauen. Aber Kleidung dort shoppen überfordert mich völlig. Entsprechend habe ich Bloomingdale’s bislang auch nur als Regenschutz aufgesucht. 

Bei Macy‘s sind wir auf der Suche nach einer wärmeren Decke gelandet. Bemerkenswert an diesem Kaufhaus ist – abgesehen von der hübschen Fassade -, dass es in dem Laden tatsächlich teilweise noch hölzerne Rolltreppen gibt. Kaufhäuser scheinen auch hier nicht mehr wirklich der letzte Schrei zu sein.

Natürlich könnte ich noch diverse Shoppingmalls (von ganz schick bis ziemlich heruntergekommen), reichlich vorhandene Second-Hand-Läden oder auch das Internet-Shopping thematisieren. Doch das hebe ich mir für ein anderes Mal auf. 

Hinterlasse einen Kommentar

Berlin, Brooklyn, and beyond

Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn