Cranberry-Kuchen

Ich hatte ja in meinem Thanksgiving-Beitrag versprochen, ein Rezept mit Euch zu teilen. Keine Angst, es ist nicht gleich der Truthahn, den ich Euch hier auftischen will, sondern ich fange – auch im eigenen Interesse – harmlos an, mit einem „Versunkenen Cranberry Kuchen“, den ich dieser Tage gebacken habe.

Das Originalrezept ist hier, frische Cranberries gibt es zur Zeit in den Regalen der Supermärkte – dank Amerikanisierung sicher auch bei Euch beim heimischen Einkaufsladen.

Die eigentliche Herausforderung beim Backen sind für mich aber der Umgang mit einem anderem Ofen (Doppeldecker Gasofen), der Auswahl an hier vorhandenen Kuchenformen und die US-Maße. Die gängige Einheit für die Messung der Zutaten sind hier Cups, ein Hohlmaß. Für Angaben zu Flüssigkeiten kann ich also zum Umrechnen die einfache Formel 1 Tasse = 236,6 ml anwenden. Für trockene Zutaten wie Mehl und Zucker, die in Deutschland üblicherweise über das Gewicht bestimmt werden, muss man das jeweilige Gewicht berücksichtigen. 

Oder, wie wir in unserem Haushalt, statt auf die (nicht vorhandene) Küchenwaage auf eine Reihe von anderen Haushaltsutensilien zurückgreifen: den Cup-Messbecher, praktisch mit Ausgüssen zu drei Seiten und allen möglichen eingeprägten Markierungen für halbe, Drittel- und Vierteltassen, außerdem ein Satz von Messlöffeln, mit denen ich den Standard-Teaspoon (tsp) oder den Standard-Tablespoon (tbsp) oder sonstige Bruchteile dieser Einheiten abmessen kann.

Etwas lästig wird das bei der Butter, die hier gerne in Sticks, ounces oder Cups angegeben werden. Ein „Stick“ Butter, hier verpackt in schmalen länglichen Quadern, entspricht 4 Ounces oder 114 Gramm. Zum Glück kennt das Internet auch eine Vielzahl von Umrechnungstabellen;

Ganz umfassend erscheint mir zum Beispiel die Seite https://www.thecalculatorsite.com/cooking/.

Alles zu kompliziert?

Hier habe ich das Rezept für meine Berliner Küche übersetzt und gleich vereinfacht (süße Saucen sind sowieso überbewertet, und das Rezept gewinnt wenn die etwas herbe Note der Cranberries nicht überdeckt wird):

250g Mehl

1 EL Backpulver

1 Prise Salz

50 g weiche Butter

200 g Zucker

2 Eier

230 ml Milch

1 Packung frische Cranberries (340 g)

Butter, Zucker, Salz und Eier gut verrühren, anschließend Mehl mit Backpulver einrühren. Nach und nach Milch zugeben. Zuletzt die Früchte unterheben. Der Teig war bei mir relativ flüssig; da die Cranberries recht leicht sind, sinken sie aber nicht ein. Die Masse in eine gefettete große Springform geben, das sollte gehen (Ich hatte hier nur zwei kleine Formen mit Durchmesser 8 Inches).

Gebacken wird das Ganze dann übrigens bei 350° Fahrenheit/180° Celsius und so lange, bis kein Teig mehr am Zahnstocher kleben bleibt. Bei mir waren es eher 40 als 30 Minuten.

Guten Appetit und ein dreifaches Hoch auf das metrische System!

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Berlin, Brooklyn, and beyond

Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn