Subway

Vor kurzem habe ich vom New York Transit Museum geschrieben, aber jetzt muss ich wirklich mal mit Euch in die Subway einsteigen. Hier runter geht es lang!

Und schon sind wir in einer der 472 Subway Stationen New Yorks, mittendrin im Lärm und Trubel, der im Dezember sein Jahreshoch erlebt. Nach Angaben der Metropolitan Transport Agency haben 2022 an durchschnittlichen Wochentagen knapp 2,4 Millionen Menschen die Subway genutzt – vor Corona lag der Wert noch bei fast 5,5 Millionen.

Um zu den silbernen Subway-Zügen zu gelangen, braucht man nur seine Kreditkarte (digital oder analog) an die Barriere zu halten (die gute alte Magnetkarte wird zu Jahresende abgeschafft), und schon kommt man durch das Drehkreuz; bei vollen Stationen heißt es manchmal allerdings schnell sein, damit nicht herausströmenden Menschen das gleiche Kreuz als Ausgang wählen. Das illegale Überspringen der Barriere ist schwierig und allenfalls jungen, trainierten Menschen ohne zerbrechlichen Flaschen im Gepäck zu empfehlen… Untendurch-Zwängen habe ich auch schon beobachtet; das schaffen aber nur sehr schmale, bewegliche Menschen.

Aber ich würde natürlich sowieso keine miesen Tricks vorschlagen, denn erstens sind in vielen Stationen nicht nur Supervisors sondern auch die Polizei präsent, zweitens ist der Preis fair (2,90$ für die Einzelfahrt; wenn man dieselbe Karte sieben Tage in Folge nutzt, dann wird der Gesamtpreis bei 34$ gekappt) und drittens ist die Leistung ok.

Die Züge fahren immerhin rund um die Uhr, kommen meistens in kurzen Abständen und bringen einen ans Ziel, oder zumindest in die Nähe desselben. Nicht immer findet man einen Sitzplatz, im Sommer ist es in den Bahnen zu kalt, im Winter zu warm, manchmal ist der Geruch der Mitreisenden anstrengend. – Das Übliche halt; aber die lästigen Leute mit Flasche in der Hand habe ich hier noch nicht gesehen.

Bleibt noch das Unterhaltungsprogramm während der Fahrt: Natürlich die mitreisenden Menschen, alternativ Wordle, Spelling Bee oder sonstige Online-Spiele der New York Times (WLAN in den Stationen ist vorhanden, aber etwas umständlich) oder z.B. in der Linie B oder Q bei der Fahrt über den East River Skyline gucken. Wenn man Glück hat, gibt es auch schon einmal mitfahrende Akrobaten, der mit Haltestangen und Basecap ein zirkusreifes Programm bietet.

Für Zahlenfreaks hier ein paar Angaben zu MTA-Fahrgästen und BVG-Fahrgästen.

Und wer sich der Subway respektive dem Berliner Schienennetz lieber spielerisch nähern möchte, der kann sein Wissen bei dem Metro-Memory unter Beweis stellen (bei mir klappt es auch ohne Preisgabe der e-Mail Adresse).

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Berlin, Brooklyn, and beyond

Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn