Stardust

New York is the place to be. Das gilt immer noch für alle möglichen Größen aus Film, Theater und Showbusiness, und nicht nur bei Gelegenheiten wir der Met-Gala (In dieses wichtige Thema arbeite ich mich bis Anfang Mai 2024 noch ein; vorab sei aber schon einmal verraten, dass das diesjährige Motto „Sleeping Beauty“ ist – nur, falls Ihr Euch vorbereiten wollt.) Neulich haben wir die Comedians El Hotzo und Daniel Spaulding verpasst, die unabhängig voneinander in NYC aufgetreten sich. Diesmal hat uns die Ticket-Lottery-Fee Karten für zwei europäische Schauspieler zugespielt, die bei Josh Horowitz zu Gast waren.

Der Reihe nach:

Josh Horowitz betreibt den Podcast „Happy Sad Confused“ und spricht dafür seit 2014 regelmäßig mit Filmschauspielern und Regisseuren. Von Woody Allen über Daniel Craig bis zu Natalie Portman war jede:r, schon hinter dem Mikrophon, der oder die in amerikanischen oder eventuell noch in englischsprachigen Filmen Rang und Namen hat. Diesmal hatte Horowitz die Britin Clare Foy eingeladen, bekannt aus „The Crown“ oder „Women Talking“, außerdem den irischen Theater- und Filmschauspieler Andrew Scott, der u.a. in der BBC-Serie „Sherlock“ oder in „Fleabag“ mitgespielt hat.

Beide spielen zentrale Rollen in dem Film „All of Us Strangers“, der hier im Dezember in den Kinos anlaufen wird und eine queere Liebesgeschichte erzählt, die gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und den bei einem Verkehrsunfall früh verstorbenen Eltern des Protagonisten ist. Viel mehr als der Trailer preisgibt, kann ich Euch auch nach dem gestrigen Abend nicht erzählen. 

Dafür aber eine Menge Anekdoten und Hintergründe. Andrew Scott hat zum Beispiel von einer Hamlet-Vorstellung im Theater berichtet, in der er während des Monologs „To be or not to be“ mit dem aufgeklappten Laptop eines Zuschauers konfrontiert wurde. Claire Foy erzählte, wie sie sich auf die Rolle vorbereitet und sich durch eigene Verlusterfahrungen emotional in den Charakter eingefunden hatte. Einen Höhepunkt fand die Plauderei, als Horowitz die beiden Schauspieler gebeten hat, auf der Bühne die berühmte Restaurant-Szene aus „When Harry Met Sally…“ vorzuspielen. Nur so viel: Das gestrige „Ah, ah, ah, yes, ah, oh, yes, yes…“ klang anders in dem New York Klassiker.

Es war auf jeden Fall ein amüsanter Abend und die Folge des Podcasts ist an den üblichen Stellen sicher auch bald zu hören.

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