Weihnachtspotpourri

Eigentlich wollte ich etwas zum Rockefeller Center schreiben, ich habe nämlich über OHNY eine Audio-Tour fürs Handy empfohlen bekommen. Die Folge „Holidays at Rockefeller Center“ ist im Dezember gratis anzuhören, wenn man die Gesso-App herunterlädt. Also habe ich mich am Freitagnachmittag in die Subway gesetzt und bin bis zur Station direkt unter dem Rockefeller Center gefahren. Von dort aus wollte ich mich akustisch führen lassen.

Keine so gute Idee, denn in den Vorweihnachtstagen tummelt sich dort halb New York und die halbe Welt noch dazu. Ein paar Bruchstücke von dem Audio Guide konnte ich hören und habe entsprechend das einzigen Gebäude mit nur vier Stockwerken bewundert, der üblichen Höhe bis zum Bau des Rockefeller Centers. Auch zur Radio City Music Hall habe ich es geschafft, aber es war so voll, dass ich weder an die vorgeschlagenen Standorte herangekommen bin, noch verstehen konnte, was die Sprecherin zu den einzelnen Bauten des Zentrums erzählt hat. Radio City Music Hall ist das Heim der Rockettes, die seit ewigen Zeiten die Weihnachtsrevue hier bestreiten – so weit war ich vorher schon informiert. 

Ich habe mir also noch ein paar Fassaden angeschaut und beschlossen, ein anderes Mal, am besten, wenn der Baum wieder weg ist, noch auf dieses Art-Deco-Ensemble zurückzukommen. Stattdessen habe ich eine nächtliche Fahrradtour am Hudson gemacht und mir im Greenwich Village den Chor angehört, bei dem ich anfangs mal erfolglos vorgesungen habe.

Heute gab es dafür noch erfolgreiches Holiday-Programm. Im 92 NY hat die Bang Group mit dem Programm „Nut/Cracked“ eine etwas andere Variante des Weihnachtsklassikers „Nussknacker“ auf die Bühne gebracht. In einer bunten Mischung verschiedener Tanzstile wurden zum Beispiel Schlittschuhfahrer und ihre Ausrutscher auf dem Eis gezeigt. Tapdance barfuß war eine weitere Szene – und damit die Tänzer auch ohne Metallplatten unter den Sohlen die richtigen Geräusche machen können, sind sie auf Blisterfolie gesprungen. Getanzte Streitigkeiten um Weihnachtsgeschenke oder eine rote Rose oder Tanz mit Schattenspielen waren weitere Bilder. Erstaunlich auch, welche Rolle Daumen in einer Tanzchoreographie spielen können; in schier unendlichen Varianten haben zwei Tänzer wechselseitig Daumen gelutscht und dabei immer neue Verknotungen und Pirouetten vorgeführt. Daumen hoch für diese leichte, aber lustige Show.

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