Geschichten aus dem Schwarzwald

Geschichten aus dem Schwarzwald

Nicht erst seit der Vorweihnachtszeit, wo die Sehnsucht nach der Heimat und den heimischen Traditionen möglicherweise am größten ist, habe ich die Augen und Ohren offen gehalten, um Deutsches zu finden. 

Natürlich hört man immer wieder deutsche Worte, sei es in der Subway, in Museen oder im Central Park, wo sich nach meinem Eindruck besonders viele von meinen Landsleuten aufs Fahrrad geschwungen haben. Auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft haben wir zwischendurch schon mitbekommen, dass sich Mütter mit ihren Kindern auf Deutsch unterhalten. Möglicherweise wohnen sie hier in der Gegend, weil es in der Nähe auch eine deutsche Schule gibt. Und natürlich gibt es auch das ein oder andere Lokal mit deutschem Hintergrund. Die „Fette Sau“ haben wir schon gesehen, „German Döner Kebab“ gibt es gleich mehrfach, und auch „Kotti Berliner Döner Kebab“ bietet an mehr als einer Ecke typisch deutsche Köstlichkeiten an.

Ein „Kleindeutschland“ gab es in Manhattan offenbar schon einmal. In die wechselvolle Geschichte der deutschen Einwanderer nach New York und Brooklyn will ich heute aber gar nicht tiefer einsteigen, sondern lieber noch eine kleine Anekdote von einem Erlebnis erzählen, das wir im Herbst hatten.

Bei einer Tanztheateraufführung in der Brooklyn Academy of Music saß ich hinter zwei Leuten, die ein Selfie machen wollten. Als ich versuchte aus dem Bild zu gehen, beschwichtigen sie – das Foto solle ohnehin nur nach Europa geschickt werden. Daraus entspann sich ein kurzes Gespräch über unsere jeweilige Herkunft; sie war eine Schweizerin, er Amerikaner, der als Fotograf arbeitete und dafür auch schon in Deutschland war.

Nach der Aufführung habe ich beim nächtlichen Spaziergang durch Brooklyn Downtown ein Restaurant mit dem schönen Namen „Black Forest Brooklyn“ gesehen und natürlich sofort ein Foto gemacht. Und aus dem Schwarzwald riefen uns auch gleich die beiden Theaterbekanntschaften zu, ob wir uns nicht zu ihnen setzen wollten. So sind wir dann noch zu einer längeren Unterhaltung bei Kölsch, Weißwurst, Brezel und Currywurst gekommen. Kulinarisch sehr verzichtbar, aber ein ganz lustiges Erlebnis war es trotzdem.

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Berlin, Brooklyn, and beyond

Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn