New York Public Library

New York Public Library

Es gibt immer noch mehr als genügend Sehenswürdigkeiten, über die ich bislang nicht geschrieben habe. Das gilt sogar für eine Institution, an der wir bestimmt schon tausendmal vorbeigekommen sind, die wir auch gleich am Anfang „schnell mal“ besichtigt haben und die so viel zu bieten hat, dass man sie nicht einfach mal nebenbei „abfeiern“ kann. Die Rede ist von der New York Public Library, und diesmal dem Stephen A. Schwarzman Building, das als Flaggschiff der NYPL direkt an der Fifth Avenue und mitten im Bryant Park steht.

Das Gebäude aus weißem Marmor mit seinen Säulen, der großen Treppe und den beiden Löwen rechts und links vom Haupteingang, die Patience und Fortitude, also Geduld und Glück, genannt werden, ist schon von außen prachtvoll anzusehen. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Beaux-Arts Stil errichtet und ist symmetrisch aufgebaut. Das setzt sich auch in der imposanten Eingangshalle fort, von der aus zwei große Treppen in die höheren Stockwerke führen.

Der größte Lesesaal der für alle und für Forschende zugänglichen Bibliothek befindet sich – über Schmutz und Lärm der Stadt – im obersten Stockwerk. Dort kann man (wie ich beim Schreiben dieser Zeilen) an langen Holztischen unter großen Lüstern und einer reich verzierten Kassettendecke und umgeben von zahlreichen Büchern lesen und arbeiten. Perfekt! (Und definitiv ein wenig stilvoller als meine geliebte Brooklyn Public Library).

Der wahre Schatz der NYPL sind natürlich die Bücher, Medien und Objekte. In allen Filialen der NYPL zusammengenommen sind es 56 Millionen. Einige der kostbarsten Stücke sind in einer Ausstellung im Erdgeschoss der Bücherei versammelt. Dazu gehören zum Beispiel die erste Druckfassung der Declaration of Independence, ein First Folio von Shakespeares Comedies, Histories, & Tragedies“, ein Druck der Gutenberg Bibel, Erstausgaben von Mary Shelley‘s Frankenstein, der Schreibtisch von Charles Dickens, aber auch Exponate zu den Bereichen „The Visual World“, „Explorations“ oder „Belief“. 

Und wer ob all dieser Schätze eine Pause von Arbeit und/oder Vergnügen braucht, kann sich im Café stärken oder den Museumsshop leerkaufen.

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