And now for something completely different. Die zweitwichtigste Nebensache ist ja hierzulande – nach Superbowl, Taylor Swift, Super Tuesday – das Thema Basketball. Und da wir in fußläufiger Entfernung zu dem Heimatstadion der Brooklyn Nets, der Barclays Arena an der Atlantic Avenue wohnen, ist es nur angemessen, dass wir dort einmal ein Spiel „unserer“ Mannschaft anschauen.
Den Schubs über die Ziellinie, oder besser den Ring des Korbes, haben uns Freunde aus Brüssel gegeben, mit denen wir gemeinsam die NBA-Partie Memphis Grizzlies gegen Brooklyn Nets angeschaut haben.
Um es vorwegzunehmen: Die Grizzlies haben das Spiel mit 106:102 gewonnen, obwohl die ganze gut besetzte, wenn auch nicht ausverkaufte Halle mit den Brooklyn Nets mitgefiebert hat und Stadionsprecher und Rhythmus-Truppe immer nur Brooklyn angefeuert hat. Das wirkte schon etwas ungerecht, aber ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob mich als Spieler das rhythmische Klatschen beim Angriff oder das rhythmische Klatschen und „Defense, Defence“ bei der Abwehr animieren oder eher stören würden. Lautes Pfeifen und Buhen bei Freiwürfen der gegnerischen Mannschaft sind da vielleicht schon wirkungsvoller, wenn auch nicht gerade respektvoll.
Spannend war das Spiel auf jeden Fall die ganze Zeit, im ersten Viertel lagen auch die Nets mal vorne und der Abstand war nie besonders groß. Ein Spieler, der erst seit Februar bei den Brooklyn Nets ist, hat es uns „natürlich“ ganz besonders angetan: Dennis Schröder al. Schroder, der in der deutschen Nationalmannschaft spielt und seine Profi-Karriere beim SG Braunschweig begonnen hat. „Nur“ 1,85 Meter groß ist er immer herumgewirbelt und hat aus meiner Sicht die schönsten Pässe gemacht.
Aber ich will jetzt hier gar nicht die Fachfrau vorgeben, die ich nicht bin. Mich hat ja das ganze Drumherum am meisten beeindruckt: Knapp 18.000 Zuschauer fasst die Halle und selbst, wenn es nur 13.000 waren (an einem Montagabend! Wenn am Dienstag gleich das nächste Spiel ist!), entsprechend laut war es. Von Viertel zu Viertel wurde das Publikum intensiver mit Schildern, eingeblendeten Lautstärkeanzeigen oder von dem Stadionsprecher mit seiner typisch amerikanischen (Kontra)Bass-Stimme aufgefordert, mehr Krach zu machen. Und natürlich gehört auch das Tanzprogramm in den Pausen und die live von einer Sängerin vorgetragene Nationalhymne am Anfang zu dem Gesamterlebnis.
Amerikanisch war es – und was ein Glück, dass ich nicht beim Superbowl war!

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