Ich bleibe noch ein wenig bei den schönen Orten New Yorks, aber wechsele von draußen nach drinnen und widme mich, trotz viel zu wenig praktischer Erfahrungen heute einmal den Restaurants der Stadt. Es kann ja nicht schaden, ein paar Tipps für die nächste Reise zu haben, aber der beste Rat ist: einfach ausprobieren.
Durch die viele Migranten, die New York von Beginn an geprägt haben, gibt es einen großen Reichtum an unterschiedlichen Küchen. Es wäre sicher eine schöne Aufgabe, hier einmal an jedem Tag des Jahres ein anderes Restaurant aus einem anderen Land zu testen (Ein ähnliches, systematisches Projekt gab es für Berlin ja schon; ich kann leider den Titel gerade nicht rekonstruieren…). Aber dafür fehlt mir die Zeit und auch das Geld – denn letzteres kann man hier in Restaurants quasi ohne Limit nach oben ausgeben; vorbereiten sollte man sich auf jeden Fall darauf, dass zu den ausgewiesenen Beträgen noch Steuer und ein Trinkgeld in etwa gleicher Höhe hinzukommt. Wer mit Gruppen unterwegs ist, muss außerdem je nach Restaurant noch einen Gruppenzuschlag zahlen (Schwieriges Terrain! – Die Foren sind voll mit Diskussionen, ob zusätzlich zu oder anstelle des Trinkgelds, wann, warum, etc.).
Ich will hier aber nicht enzyklopädisch werden, sondern eine kurze Liste von unterschiedlichen Küchen und Restaurants aufstellen, die ich persönlich getestet habe und auf jeden Fall noch ein zweites Mal aufsuchen würde:
Japanisch: Ein schönes, schlicht aber japanisch stilvoll eingerichtetes Restaurant namens Kotobuki haben wir im letzten Sommer besucht. Nicht nur die Fischliebhaber, sondern auch die Vegetarier unter uns kamen dort auf ihre Kosten; es gab raffiniert zubereitetes Gemüse. Leider musste ich aber bei der Recherche feststellen, dass das Restaurant derzeit nur liefert. Schade! Aber auch eine typische Erfahrung. Vielleicht sind sie bald wieder vor Ort im südlichen Manhattan.
Thailändisch: Noch da ist das Pranakhon Restaurant in der Nähe des Union Square. Geboten wird dort sehr gutes thailändisches Streetfood in einer sehr authentischen Atmosphäre (sage ich, ohne je in Thailand gewesen zu sein). An den Wänden hängen Comics, Zeitungsausschnitte und Schilder; die Kellner:innen laufen in Warnwesten herum, und alles ist auf angenehme Weise quirlig und trubelig.
Georgisch: In Brooklyn Heights sind wir neulich auf ein schon von außen sehr einladendes Restaurant namens Chama Mama gestoßen. Modern und geschmackvoll eingerichtet, mit einem traditionellen Brotbackofen ausgestattet, bietet es traditionell georgische Gerichte und für die, die es wollen auch den passenden Wein. Besonders die Vorspeisen – mit viel Spinat, Walnüssen und Granatapfelkernen und die nette Bedienung waren ein Plus.
Italienisch: So viele italienische Restaurants haben wir hier ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert; da warten wir vielleicht noch auf den nächsten Italien-Urlaub, wo es das Gemüse frisch vom Feld und den Fisch direkt aus dem Mittelmeer gibt. Aber trotzdem haben wir an der Upper West Side schon gleich zu Beginn unseres New York-Aufenthalts ein schönes Restaurant besucht, das ich in guter Erinnerung behalten habe, die Osteria 106. Das Ambiente ist rustikal, aber schick, die Zutaten gut und das Angebot vielfältig.
Mexikanisch: Gehört hier ja irgendwie auch zum typischen Essen, unser heimischer Supermarkt hat mehr Bohnensorten als das Alphabet Buchstaben hat; dazu, dazu eine große Vielfalt an Tacos, Tortillas, Tostadas. Was allerdings nur die Restaurants liefern können, ist die passende Atmosphäre haben z.B. Covacha an der Upper West Side oder Chavela in Crown Heights in Brooklyn anzubieten.
Amerikanisch: Traditionelle heimische Küche haben wir auch schon ausprobiert. Mayfield bei uns um die Ecke bietet viel Fisch und Fleisch, zwischen Edelburger und Austern. Ich hatte Shrimp & Grits. Gut, aber sicher nicht für jeden Tag.
Und nun dürft Ihr Euch selber durchtesten!


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