An die Kombination Museum und Tanzparty haben wir uns schon lange gewöhnt, gehört doch z.B. die MoMa-Party inzwischen schon zu unseren allmonatlichen Ritualen. So wurde es jetzt höchste Zeit für ein neues Paket: Yoga und Museum. (Der Ehrlichkeit halber: Irgendein Angebot dieser Art ist mir in Berlin auch schon einmal untergekommen; ausprobiert habe ich es bislang allerdings nicht.) Unser „Hausmuseum“, das Brooklyn Museum bietet im Sommer auf den Stufen vor dem altehrwürdigen Haus an Samstagen einstündige Yoga-Kurse an, den Eintritt ins Museum gibt’s dann gratis hinterher. – Oder: wenn das Wetter zu schlecht für Outdoor-Sport ist, dann hat man zumindest schon einmal eine Eintrittskarte ins Museum erworben.
Uns war das Wetter aber entgegen aller Vorhersagen hold und wir konnten auf den bequem breiten Stufen und angeleitet durch einen Yoga-Lehrer und eine Vorturnerin unsere Sonnengrüße an die Sonne und den blauen Himmel richten. Keine schlechte Location! Und auch den Straßenlärm oder die Gedanken an Passanten konnte ich schnell ausblenden und mich voll auf herabschauende Hunde, Cobras oder Tauben konzentrieren. Nach der Stunde waren wir zwar versucht, die Schlussentspannung einfach bis in den Nachmittag auszudehnen, aber wir haben dann vor dem Abhängen im Park doch noch die Kurve ins Museum gekriegt.
Die Hiroshige-Drucke hatte ich ja schon gesehen, aber diesmal habe ich tatsächlich den schönen zentralen Lichthof mit vier abstrakten Künstler:innen aus Brooklyn entdeckt. Und eine weitere Sonderausstellung war eigentlich genauso weit hergeholt wie die Kombination Yoga und Museum. Ausgestellt wurden nämlich Fotos von Paul McCartney, der ja eigentlich eher als Sänger, Songwriter und Beatle bekannt ist. Aber man kann sich ja mal überraschen lassen. Die Fotos von der ersten USA-Tour der Beatles 1964 waren auf jeden Fall ein kleiner Nostalgie-Trip.
Und die Gehirn-Muskeln sind jetzt auch wieder gedehnt.



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