NY Film-Klassiker

NY Film-Klassiker

Wollte ich alle Filme, die in New York spielen, hier auflisten, dann hätte ich mein tägliches Zeilenpensum sicher schnell überschritten. Aus praktischen Gründen müsst Ihr Euch damit abfinden, dass ich hier mit ein paar mehr oder weniger zufällig ausgewählten (Alt-)Werken aufwarte, die mir im Flugzeug auf Netflix oder sonstwo untergekommen sind. Vielleicht müsst Ihr Euch ja auf Eure nächste New York Reise vorbereiten oder wollt Erinnerungen an gute alte oder nie dagewesene Zeiten wachrufen.

Fange ich mal an mit dem Film, den ich gestern bei einer Vorführung im Poster House gesehen habe. Dort wird die Ausstellung mit Filmplakaten von Dawn Baillie ergänzt durch Filmabende zu ihren Werbepostern. Diesmal gab es „Sleepless in Seattle“, mit Meg Ryan und Tom Hanks. Auch wenn die Handlung hauptsächlich in Chicago und in Seattle spielt, kulminiert die Handlung auf dem nächtlich beleuchteten Empire State Building. Eine Liebesschnulze aus dem Jahr 1993, aber mit ein paar guten Dialogen, die auch gestern noch einige Lacher hervorgerufen haben. 

Dasselbe Traumpaar Tom Hanks/Meg Ryan ist auch in dem Film „You‘ve got Mail“ (19 in der Upper West Side zu sehen. Hier dekorieren ein paar Brownstones und der 91st Street Garden, ein Teil des Riverside Gardens am Hudson, die enemies-turned-friends-turnen-lovers-Geschichte von zwei Buchhändlern. Hier ist die Komik schon eher unfreiwillig; man muss schon ein langes Gedächtnis haben, um die Welt düdelüt von Modems noch richtig zu verstehen.

Noch ein New York Klassiker mit Meg Ryan ist „When Harry Met Sally“ (1989); diesmal mit Billy Chrystal. Die Grundstruktur Enemies-Friends-Lovers ist dieselbe; diesmal können wir die beiden Darsteller vor dem nächtlich beleuchteten Bogen am Washington Square sehen oder bei Spaziergängen durch den Central Park. Unvergessen (für meine Generation) bleibt natürlich auch die Szene bei Katz-Delicatessen – ob wegen des Films oder wegen der guten Pastrami-Sandwiches; noch dieser Tage habe ich Schlangen von Leuten vor dem Laden gesehen.

Auch Alt-Serien gibt es natürlich eine ganze Reihe. Mit der „Friends“-Sitcom bin ich ehrlich gesagt nie warm geworden – aber anlässlich des Todes von Matthew Perry ist sie noch einmal ins Gedächtnis gerufen worden. „Sex and the City“ führt einen durch verschiedene schicke Straßen, Häuser und Restaurants und Bars, aber das Muster erschöpft (sich) irgendwann. Witzig, zumindest für ein paar Folgen ist „Pretend it’s a City“ mit Fran Lebowitz, die als New Yorkerin über alle möglichen Skurrilitäten zu berichten weiß.

Und jetzt habe ich noch gar nicht „Marriage Story“ mit Adam Driver, Scarlett Johannsen und einer unserer Subway-Stationen untergebracht. Oder „Ocean’s 8“ mit dem Met Museum. Oder, oder, oder.

Hier ein ganz lustiger Verschnitt – vielleicht erkennt Ihr ja auch manche Szenen wieder.

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Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn