Higher and higher

Higher and higher

Neulich habe ich ja schon einmal angefangen von den Supertalls zu berichten, die vor allem in den letzten zehn Jahren hier aus dem Boden in die Luft geschossen sind und weiter schießen wie Pilze, oder besser noch wie Spargel. Denn die meisten der neu entstandenen Gebäude in dieser Kategorie (zur Erinnerung, definiert sind Supertalls durch eine Höhe von mindestens 300 und bis zu 600 Metern) sind besonders dünn. 

Technologische Innovationen bei Stahl und Zement, Aufzügen, Ver- und Entsorgung, sowie verbesserte Möglichkeiten zu berechnen, wie sich Gebäude bei unterschiedlichen Bedingungen verhalten, lassen die neuen Hochhäuser in immer größere Höhen sprießen. Zudem spielen Änderungen bei den Regeln für die Genehmigung und natürlich auch die Verfügbarkeit von finanzkräftigen Investoren eine Rolle, welche himmelstrebenden Projekte konzipiert und realisiert werden. 

In Manhattan haben sich eine Reihe von „Zahnstochern“ in der zweiten Reihe am Central Park in den Himmel gebohrt. Nicht immer zur Freude der Traditionalisten, die um die bekannte Skyline fürchten oder die Beschattung des Central Parks anführen (möglicherweise trifft der Schatten sogar ihre eigene Wohnung). Man kann davon ausgehen, dass sich in die Kritik an der Architektur der für private Appartments vorgesehenen Towers der sogenannten „Billionaires Row“ zumindest teilweise durch Neid erklären lässt. Gesprächsstoff bieten die neueren Supertalls in NYC auf jeden Fall, und Schönheit ist ohnehin immer auch eine Frage der Perspektive.

Ein anderes Hochhaus, das noch im Entstehen begriffen ist, verfolge ich seit knapp einem Jahr: In der Nähe von Grand Central und Bryant Park wird an der Park Avenue das neue JP Morgan Chase Building errichtet. Schon am Anfang unseres Aufenthalts hat uns ein freundlicher Bauleiter auf unseren Blick Richtung Himmel ein paar technische Daten genannt. Merken konnte ich mir leider nichts, aber Wikipedia gibt freundliche Auskunft, dass der Entwurf von dem britischen Foster Büro stammt und die (bereits 2023 erreichte) Höhe 433 Meter betragen soll. Fertiggestellt werden soll der markante Klotz mit Büroflächen für 15.000 Angestellte im Jahr 2025. Ein bisschen Zeit bleibt also noch, um zu bewerten, ob das Projekt ökonomisch und ästhetisch ein Erfolg ist. Die Skyline wird es auf jeden Fall wieder verändern. 

Mehr Infos über die höchsten Gebäude gibt es z.B. hier.

Skyline von Manhattan von Greenpoint aus gesehen; JP Morgan Chase Baustelle in der Mitte

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