Falls Ihr Euch fragt, ob das heutige Foto mit KI generiert wurde, kann ich Euch versichern: Nein, hier ist alles handgefertigt und selbst erlebt. (Obwohl, full disclosure, bei den Fotos zur Mermaid Parade habe ich zweimal störende Hände mit Handys wegradiert. Ansonsten schneide ich die Bilder allenfalls etwas zu, aber das ist ja quasi-analoge Technik.) Die Texte stammen wirklich alle aus meiner Feder, auch wenn WordPress, das Programm, mit dem ich diesen Blog erstelle, mir seit kurzem immer KI-Vorschläge für einen besseren Titel unterbreitet und mir ansonsten KI-generierte Verbesserungsvorschläge liefert. Danke, kein Bedarf.
Da wundert es mich kaum noch, dass ich, seit ich das Bild „Steinwüste und fliegende Krähe vor Skyline von Manhattan und Kreuzfahrtschiff“ gemacht habe, auf meinem Telefon Werbung für Reisen auf der Queen Mary erhalte. In verschiedenen Restaurants werden wir vermutlich dank Reservierungsapp schon mit Vornamen begrüßt, obwohl wir nur eine Telefonnummer angegeben haben. Doch ich schweife ab.
Wollt Ihr noch einen Beleg für die Authentizität des Ozeanriesen haben? Dann müsst Ihr einfach beim nächsten New York Besuch mit Queen Mary 2 anreisen oder von Downtown Brooklyn 25 Minuten mit dem Fahrrad fahren. Die Anlegestelle für das schwimmende Monstrum ist in Red Hook, einer Neighborhood etwas südlich von den schicken Vierteln Brooklyn Heights und Cobble Hill. Wir haben sie vor diesem Wochenende noch nie besucht, weil das schön erschlossene Ufer und der Brooklyn Riverside Park dort unten echtem Hafengelände weicht und weil man mit Subway nicht dort hinkommt.
Aber es lohnt sich durchaus, mal in Red Hook vorbeizuschauen, besonders wenn man ein Faible für „shabby chic“ und kommende Gegenden hat (den ewig kommenden Wedding zum Beispiel). Zwischen alten und neuen Lagerhäusern gibt es Gallerien, Restaurants und Second-Hand-Läden. Man kann alte Autos und einen für deutsche Ohren amüsant klingende Antiquitätenladen „Resiklo“ finden. Anderen New Yorkern ist Red Hook wegen seiner Steve’s Authentic Key Lime Pies ein Begriff, den Limettentörtchen, die dort für Cafés gebacken und auch direkt an hungrige Mäuler verkauft werden. Und schließlich gibt es einen Biergarten der Strong Rope Brewery, vom dem aus man direkt auf die Freiheitsstatute blicken kann. Ganz ohne Fototricks.


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