Dachterrassen

Dachterrassen

Die Streaming-Plattform meines Vertrauens hat mir unlängst die TV-Show „Owning Manhattan“ ans Herz gelegt (stimmt sicher zu 99 Prozent mit meinen Vorlieben überein). Außer dem Trailer habe ich bislang noch nichts davon angeschaut, aber die Lust, mich wenigstens auf diesem Wege mal in einer schönen Penthouse-Wohnung mit Blick auf den Central Park umzusehen, ist doch groß. Dass mich tatsächlich jemand mal „in Echt“ dorthin einladen sollte, halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

Obwohl tatsächlich Freunde von uns Freunde haben, die wiederum Freunde haben, die in einer Wohnung mit direktem Blick auf den Central Park wohnen. Und sogar die Freunde der Freunde eingeladen haben. Aber nicht mehr uns Freundesfreundesfreunde. Kann ich aber auch irgendwie verstehen. Exklusivität bedeutet ja gerade, dass man nicht alle Menschen in seine Wohnung einlädt.

Wir haben es auch so in der letzten Zeit auf verschiedene Dächer geschafft. Eher theoretisch als praktisch könnten wir auch bei unserem eigenen Haus aufs Dach steigen; es ist flach und hat eine Türe, nicht nur eine Luke zum rausgehen. Sogar das Empire State Buildung und die JP Morgan Chase Baustelle kann man von dort aus sehen. Kleiner Nachteil: Abgesichert ist das Dach nicht, so dass man auf jeden Fall sehr nüchtern sein und den Blick nicht zu sehr in den Himmel richten sollte.

Neulich gab es für uns dann aber doch eine Dachparty auf einem anderen, etwas höheren Haus in Queens. Im Einklang mit der Hausordnung darf man sich dort oben auf der Dachterrasse aufhalten – nur das Grillen ist verboten. Dabei wäre angesichts der Temperaturen (es war einer der Sommertage, an denen der Wind ordentlich bläst) ein Feuerchen durchaus willkommen gewesen. Nun ja, so mussten und konnten wir uns an dem wunderbaren Blick auf Midtown erwärmen (Bild oben).

Und dann habe ich auf meine letzten New York Tage am Ufer des Hudson tatsächlich noch einen Dachgarten entdeckt, der mir bislang entgangen ist. Er liegt auf Pier 57, direkt neben Little Island, beherbergt einige „Fressstände“, Google-Räumlichkeiten und eben jenen kleinen aber feinen Park, der (fast) immer für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Nur am 4. Juli, wenn anlässlich des Nationalfeiertags auf dem Hudson ein Feuerwerk gezündet wird und wahrscheinlich halb New York Richtung Ufer strömt, bräuchte man dann wohl doch wieder Freunde, die einen dorthin einladen.

Blick von Pier 57 auf Little Island und One World Trade Center

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Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn