Während seit Hermann Hesse jeder sagen kann, dass allem Anfang ein Zauber innewohnt, machen Enden vor allem Arbeit. Abschied nehmen, Aufräumen, Einpacken, Reste verschenken, Abos kündigen und bitte, bitte nichts Wichtiges vergessen! Und dann schnell in das Flugzeug oder den Zug einsteigen, winken und Schluss. Das ist zumindest mein aktuelles Gefühl. Dabei weiß ich auch, dass ein Enden je nachdem wozu sie gehören auch traurig, erleichternd, ärgerlich, schön, befreiend sein können. Oder alles gleichzeitig.
Nachdem ich den Anfang des Textes mit allgemeinem Geschwafel über Enden verbockt habe, komme ich doch nun mal schnell zur Sache, in diesem Falle unsere Erlebnisse am 4. Juli.
Fangen wir von vorne an:
Zum zweiten und letzten Mal während meines New York Jahrs war ich auf dem Greenwood Cemetery, dem riesigen alten Friedhof in Brooklyn (Ein Ende, aber nach wie vor schön).
Dann haben wir erstmalig den Sunset Park im südlichen Brooklyn besucht. Wie der Friedhof liegt er auf einem Hügel und bietet einen guten, wenn auch entfernten Blick auf Manhattan, New Jersey und die Buch. Ein Ort, an dem man, wie der Namen schon besagt, sicher gut den Tag beschließen kann.
Eine Neuentdeckung für uns war die in der Nähe von Greenwood Cemetery und Sunset Park gelegene Industry City. Ein paar zum alternativen Einkaufszentrum umgebaute Lagerhallen – hier gibt es vor allem Möbelläden und das Japan Village mit Food Hall und kleinen japanischen Geschäften – sind ein ganz netter Farbtupfer in einer ansonsten sehr gemischten Gegend mit einer gut befahrenen Hochstraße, Gewerbestandorten, Schrottplätzen (Ende).
Abendprogramm: Feuerwerk anlässlich des Independence Day (Erinnerung an das Ende der britischen Kolonialherrschaft). Am Hudson gab es traditionsgemäß ein Feuerwerk von Macy’s. Wir sind spät los und haben daher nicht einmal den Hauch einer Chance gehabt, ans Wasser zu gelangen, wo die Raketen von Schiffen aus in den Himmel geschossen wurden. So haben wir beschlossen, lieber umzukehren und noch ein Eis zu essen. Einen halben Blick auf das Feuerwerk gab es dann zwischen den Häusern doch noch. Ende gut, alles gut.

Hinterlasse einen Kommentar