Da war noch was: Finanzen und Bildung

Da war noch was: Finanzen und Bildung

So, ich bin in New York zurück und der Countdown für die letzte Woche läuft. Ein letztes Mal Morgen-Yoga im Bryant Park, ein letzter “Arbeitstag” in der NYPL, meine letzte Chorprobe mit den UN-Singers… und dann gibt es noch 1001 Dinge, die ich noch (einmal) machen möchte. 

Auch auf meiner langen Themenliste gibt es noch ein paar Punkte, die noch nicht (ausreichend) behandelt wurden. Zum Beispiel steht da das Stichwort „Haushaltsverhandlungen“. Okay, vielleicht nicht super sexy als Thema für einen locker-flockigen Städte-Blog, doch ich wollte ja vor fast nichts halt machen. Immerhin war letztes Jahr in Deutschland genauso wie hier Einiges dazu sagen. Ich erinnere an einen fehlenden Bundeshaushaltsentwurf in Berlin, drohende Government Shut-Downs in Washington, die notorische Verschuldung des Landes Berlin, Kürzungen bei den Bibliotheken in New York. Das liebe Geld (a) spielt halt immer eine Rolle und (b) ist halt niemals im Übermaß zur Verfügung. Nun ja, dieses Jahr gibt immerhin an dieser Front ein paar Lichtblicke. Die Bundesregierung in Deutschland hat geliefert, und die Bibliothek in Brooklyn hat mir gerade geschrieben, dass sie den Sonntags-Service wieder aufnehmen. Das lasse ich jetzt einfach mal als gute Botschaften stehen, hake das Thema ab und widme mich gleich dem nächsten komplizierten Sujet auf meiner Liste.

Universitäten und Bildung in den USA. Es ist ja nicht so, dass ich noch gar nichts über Hochschulen geschrieben hätte. Zuletzt war habe ich ja kurz in Harvard und beim MIT am Zaun gerüttelt und optische Eindrücke vermittelt. Auch bei der Columbia University, einem weiteren Mitglied der Ivy League, sind wir schon über den Campus gelaufen. Rund um den Washington Square begegnet man dagegen immer Horden von Studierenden. Zum Abschluss des Semesters waren sie auch gut an ihren lila Gowns und Mortarboards zu erkennen. Auch das politische Engagement der Studierenden für Gaza war an den genannten Plätzen und in den Nachrichten nicht zu übersehen. 

Aber als Ausländer oder Bildungsausländer zu verstehen, wann man sich wie bewerben muss, welche Unis gleichzeitig gut und bezahlbar sind (die vier genannten sind mit Jahresgebühren über 60.000 zu haben), welche Stipendien es für wissenschaftliche oder sportliche Exzellenz gibt, wie die Fristen sind – dazu bräuchte man schon ein Studium. Solltet Ihr so etwas vorhaben, dann fangt früh mit der Planung an und holt Euch Hilfe beim DAAD oder macht gleich einen Austausch über Eure Heimatuni.

Ähnlich herausfordernd wie die Hochschulsuche gestaltet sich übrigens auch schon die Schulsuche, habe ich mir sagen lassen. Öffentliche oder private Schule, homeschooling, Spezialisierungen (mein Lieblingsschild war der Hinweis auf die Mandarin Montessori School) – durch all das muss man sich hindurchnavigieren. 

Nun ja; für uns ist das Kapitel jetzt erst einmal abgeschlossen – beinahe zumindest…

Hinterlasse einen Kommentar

Berlin, Brooklyn, and beyond

Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn