Aktuelles und Wiederkehrendes

Aktuelles und Wiederkehrendes

Jetzt wollte ich ein bisschen harmloses Zeug über die Jahreszeiten erzählen, da kommen schon wieder die jüngsten Hiobsbotschaften aus dem amerikanischen Wahlkampf. Schüsse auf einer Wahlkampfveranstaltung der Republikaner, Donald Trump (zum Glück nur leicht) verletzt. Das macht das Rennen um das Weiße Haus nur noch aufgeladener als es ohnehin schon war und ist zudem einer großen Demokratie nicht würdig. Weiterer Kommentare enthalte ich mich jetzt erst einmal; Ihr seid sicher schon auf einem neueren Stand, wenn Ihr diese Zeilen lest.

Im (meinem) Alltag ist übrigens von aufgeheizter Stimmung nicht viel zu spüren. Es ist allerdings auch so, dass das Thema Politik bei Zufallsbegegnungen selten eine Rolle spielt; die Leute sind hier zu vorsichtig. Eine Reiseführer für die Südstaaten hat regelrecht davor gewarnt, politische Themen anzuschneiden. 

Ich weiß allerdings nicht, ob wir in Deutschland nicht genauso zurückhaltend sind. Ich erzähle meinen Nachbarn bei der Begegnung im Hof auch nicht gleich, wo ich mein Kreuzchen setze. Und ein Amerikaner, der vor über 40 Jahren aus Haiti nach New York eingewandert ist, hat uns heute sehr charmant und eloquent davon überzeugt, dass Kapitalismus und das ständige Streben nach Reichtum, schnellen Autos etc.. niemanden glücklich macht. Ist ja auch irgendwie politisch.

Ganz und gar nicht politisch ist dagegen das Thema Jahreszeiten, dass ich für einen meiner letzten Tage in NYC noch auf dem Plan hatte. Jetzt, wo wir den Jahreskreis fast einmal durchlaufen haben, kann ich mich zu der häufiger gestellten Frage äußern, wann denn die beste Reisezeit für New York ist. Und da kann ich jetzt eigentlich nur vorsichtig und diplomatisch antworten: das kommt drauf an. Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben alle ihre Vorzüge. (Das zeigt auch Alex Katz mit seinem Bilderzyklus Seasons, der jetzt im MoMA zu sehen ist.) Die Vorweihnachtszeit fand ich schon etwas anstrengend, aber es soll ja Leute geben, die genau für das ganze Gebimmel, Geklingel und Gewusel hierher kommen. Im Herbst und Frühjahr kann man wirklich schöne Tage erleben, aber auch Pech haben mit viel Regen, wenig Sicht. Und der Sommer (be)sticht nicht nur durch die Sonne (zur Zeit schon sehr viel davon), sondern auch durch  das reiche und bunte Kulturprogramm.

Am besten also, man bleibt ein ganzes Jahr. Ich verspreche, es geht schnell vorbei und wird nie langweilig.

Unbekannter Sommerkünstler bei der Arbeit

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