Abschied von New York nehmen…

Abschied von New York nehmen…

… wenn es am schönsten ist?

… bevor die heißesten Tage auf der Stadt liegen

… obwohl noch zahlreiche Phänomene nicht ausreichend erforscht sind (stimmt es, dass der Kontrabass das am häufigsten in der Subway transportierte Instrument ist?)

… bevor ein neuer Bürgerkrieg in den USA ausbricht und/oder ein verurteilter Betrüger Präsident wird

… während die Entscheidung über die/den Kandidatur für das Präsidentenamt bei den Demokraten immer noch in der Schwebe ist

… bevor mein ökologischer Fußabdruck noch größer wird (Pappbecher, Plastik, Energie, Wasser)

… bevor ich meine Familie und Freunde vergesse (keine Angst, passiert nicht)

… weil die Pflicht ruft? (Oh je!)

… obwohl wir immer noch so viele Nationalküchen unprobiert und Restaurants rechts und links liegen gelassen haben

… ausgerechnet wenn das nächste Konzert mit meinem hiesigen Chor ansteht

… auch wenn ich Staten Island nur fünf Besuch à fünf Minuten abgestattet habe (ich weiß allerdings nicht, ob drei weitere Monate helfen würden)

… während das kulturelle Sommerprogramm in vollem Gange ist

… wenn ich den Stadtplan und das Subway-Netz weitgehend verinnerlicht habe

… obwohl noch so viele Gebäude halb oder zu drei Vierteln gebaut sind

… bevor ich es völlig normal finde, einen iced latte, decaf, with regular milk zu bestellen

… wenn mir die Leihfahrräder dank meiner intensiven Nutzung gerade für 60 statt 45 Minuten zur Verfügung gestellt werden

… nachdem ich so viel schöne, anregende Kunst gesehen habe

… obwohl ich es weder in das Musical „Hamilton“ noch in „Suffs“ geschafft habe

… wenn mir gerade noch 1001 andere Dinge zu New York einfielen

Aufhören, wenn es am schönsten ist!

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Berlin, Brooklyn, and beyond

Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn