Würde ich einen deutschsprachigen Hund befragen, was er von New York hält, wäre die Antwort sicher „wau!“. Beim amerikanischen Hund wäre das Urteil schon etwas weniger klar: „woof“, „bark“, „bowwow“. Kalauer beiseite, wie sieht es aus mit den Hunden in der City?
Zunächst einmal sei festgestellt: Es gibt viele Hunde in NYC. Insgesamt listet die Gesundheitsbehörde der Stadt über 500.000 registrierte Hunde, Zum Vergleich: gut 100.000 bellende Vierbeiner sind in Berlin angemeldet, das heißt die Hundedichte ist nicht nur absolut, sondern auch relativ in New York höher. Geographisch konzentrieren sie sich vor allem auf die Manhattan und die angesagten Viertel Brooklyns, also Gegenden New Yorks, die nicht gerade unter Armut leiden. Dem Open Data Satz der Verwaltung kann man sogar die Namen der Hunde entnehmen: Von Aphrodite, bis Robespierre, Lucky bis Liberty ist alles dabei!
Ob als Statussymbol, Gesprächsstoff oder Wirtschaftsfaktor, Hunde sind im Stadtbild überall präsent: Von Anfang an sind mir die vielen Tierärzte und Kleintierkliniken aufgefallen, die in den Straßen zu sehen sind. Es gibt lange Regale mit Hundefutter und -bedarf in den Supermärkten und Hundeboutiquen für den anspruchsvollen Hundehalter. Regelmäßig komme ich an prominenter Stelle am Broadway auch an einem Spezialgeschäft „Just Food for Dogs“ vorbei, das wohl am ehesten als Hundedelikatessenladen beschrieben werden kann.
Kuriositäten gibt es auch zur Genüge. Nicht nur, dass manche Hunde hier mit Mäntelchen im Leopardenmuster oder mit Schuhen ausgestattet werden. Zu den Attraktionen rund um Halloween gehört auch eine Dog Parades, bei der verkleidete Hunde präsentiert und prämiert werden.
Normaler sind da schon die genervten Hinweise an Baumscheiben, die die Herrchen und Frauchen ermahnen, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde mitzunehmen, oder die Tiere von den frisch gepflanzten Blumen fernzuhalten.
Begegnen kann man Hunden auf Gehwegen, auf speziellen Hundeauslaufplätzen, vor allem aber in den großen Parks, wo auch die Leinenzeiten streng geregelt sind. Nicht ungewöhnlich ist auch der Anblick von Menschen, die mit ganzen Rudeln von Hunden unterwegs sind. Dabei handelt es sich um professionelle Dollar g-walker, die den gestressten Besitzern die Arbeit des Spazieren gehens abnehmen. Zu haben ist der Spaß ab 25$ für die halbe Stunde. Da sage ich nur „wow!“

Hinterlasse einen Kommentar