Bitte ignorieren

Kurze Tage, schlechtes Wetter, da erlebt man nicht so viele berichtenswerte Dinge. Und so schöpfe ich heute aus den Vorräten vergangener Wochen und schreibe Euch ein paar Zeilen über ein Thema, genauer gesagt, einen New Yorker auf, den ich eigentlich lieber totschweigen würde. 

Damit wäre ich hier in New York in guter Gesellschaft. Der Großteil der New Yorker will nichts mit ihm zu tun haben, Spike Lee bezeichnet ihn in der Serie „She’s gotta have it“ nur als „the clown“ und vermeidet seinen Namen. Der Schriftsteller und Brooklyner Paul Auster spricht in seinem jüngsten Roman „Baumgartner“ nur von „the menace in the White House“. Mehr sagen muss man ja auch nicht sagen; bestimmt wisst Ihr schon alle, dass ich von Donald John Trump spreche, der am 14.8.1946 im New Yorker Stadtteil Queens geboren wurde.

Auch wenn Trump seinen Hauptwohnsitz seit 2019 in Palm Beach in Florida hat, ist er regelmäßig in New York City zu Gast, wenn er vor Gericht aussagen muss. Seinen Namen wird er selbst da sicher ein paar Mal nennen dürfen… Obwohl – gerade macht die Meldung die Runde, dass er sich an diesem Montag vor dem Gericht zu den Vorwürfen in dem Prozess um falsche Angaben in Steuererklärungen nicht weiter äußern will. Also wieder ein Tag, an dem ein paar Polizisten Straßen absperren, ein paar Demonstranten Plakate hochheben, und der Alltag weitergeht.

Sei dem wie es sei. Ihr könnt Euch in deutschen oder europäischen Medien genug über diesen Menschen informieren und für speziell an den Prozessen Interessierte gibt es an den üblichen Orten sogar einen eigenen Podcast „Prosecuting Donald Trump“. 

Ich für meinen Teil werde nur dieses eine Mal darüber berichteten, wie der, dessen Name nicht genannt werden darf, in New York im Stadtbild zu sehen ist: Gleich mehrere Hotel- und Wohntürme finden sich an besten Stellen in der Nähe des Central Parks oder in der Fifth Avenue. Auch im Financial District an der Südspitze gibt es ein Trump Building. Alles nicht wirklich sehenswert, nur ein paar unverbesserliche Fremde zücken die Kameras. Außerdem fällt es wahrscheinlich nicht nur mir sehr schwer herauszufinden, wie die tatsächlichen Eigentums- und Finanzverhältnisse bei diesen Immobilien sind. Dann zeige ich Euch doch lieber noch ein Trump-Building der anderen Art…

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Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn