Poetry

Poetry

Vielleicht sollte ich mich in meiner Logorrhoe mal etwas bremsen und einfach nur wenige, dafür aber gut sitzende Worte aufs Papier bzw. den Bildschirm bringen. Ich kann es ja mal – passend zum heutigen Thema Poetry – versuchen!

Ich weiß nicht, wie es Euch geht. Einerseits finde ich manche Gedichte richtig schön oder treffend oder auf angenehme Weise rätselhaft, andererseits nehme ich mir fast nie die Zeit, mich einfach hinzusetzen und in einem Gedichtband zu blättern. Man müsste die Worte ja schon zwei, drei, viermal lesen, vielleicht sogar auswendig lernen, um sie richtig aufzunehmen. Und je nachdem, wer sie wann und wo verfasst hat, hülfe (jawoll!) auch ein wenig Kontextwissen weiter.

Ein ganz nettes Format für den Poesie-Genuss begegnet einem in New York in der Subway. In manchen der Züge kann man anstelle der übrigen Werbeposter Gedichte lesen. Meistens reicht der Weg auch für die mehrfache Lektüre und Mediation. Leider habe ich es trotzdem nicht geschafft, mir zum Beispiel das „Uncertainty Principle at Dawn“ zu merken, das uns hier im Jahr 2023 begrüßt hat, inzwischen aber anderen Werken weichen musste. (Zum Glück vergisst das Internet ja nichts – hier gibt es die Poster zum nachlesen).

Dafür bin ich auf der Recherche zur Harlem Renaissance auf einen unbedingt lesenswerten Dichter, Langston Hughes, gestoßen, der (statt des Wahlslogans MAGA – Make America Great again) schon 1935 das Werk „Make America America again“ verfasst hat.  

Und über diese Suche bin ich inzwischen auch zur Abonnentin des „Poem-a-Day“ der Academy of American Poets geworden und bekomme jeden Morgen ein frisches Gedicht (fürs Auge oder Ohr) serviert. Das ist mir schon fast wieder zu viel…

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