United Nations

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Ach, wie wäre es schön, wenn man alle Waffen einfach mit Knoten unschädlich machen könnte- Wenn es die zahlreichen Kriege und Konflikte, sei es in der Ukraine, in Gaza oder in anderen Regionen, die es seltener in die Nachrichten schaffen nicht gäbe und stattdessen alle Menschen in Frieden und Sicherheit leben könnten. Wenn sich zudem alle Staaten auf Menschenrechte einigen könnten und die wirtschaftliche Entwicklung auch von ärmeren Staaten unterstützt würde. Das alles haben sich die Staatslenker einiger Nationen auch gedacht, als sie nach dem zweiten Weltkrieg und auf den Erfahrungen des gescheiterten Völkerbundes die Vereinten Nationen ins Leben riefen. Aus den anfänglich 51 Staaten, die die UN Charta unterzeichnet haben, sind inzwischen 191 geworden – von A wie Afghanistan bis Z wie Zimbabwe.

Dass die Realität weit von den formulierten Zielen entfernt ist, wissen wir alle nur zu gut. Trotzdem gut, dass es mit den Vereinten Nationen wenigstens Orte, Maßnahmen und Verfahren gibt, um miteinander zu sprechen und mit der langen Liste der Herausforderungen umzugehen. Dag Hammerskjöld, der zweite UN-Generalsekretär, hat die Erwartungen an die UN bewusst heruntergeschraubt und die Aufgabe der internationalen Organisation auf die Formel gebracht „The UN was not created to take mankind to heaven, but to save humanity from hell.“

Dies und noch mehr kann man erfahren, wenn man eine Führung durch das Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York macht. Je nachdem, welche Flure und Türen gerade offen sind kann man in den Sitzungssaal der General Assembly oder (wie ich diesmal) in den Saal des Sicherheitsrats hineinschauen, wo im kleineren Kreis die Resolutionen verabschiedet oder durch ein Veto verhindert werden. 

In den Fluren der Hauptgebäudes kann man die Menschenrechte nachlesen oder die Urkunde zum Friedensnobelpreis sehen, die die UN 1988 erhalten hat. Eine Statue der Heiligen Agnes aus einer Kirche in Nagasaki erinnert an die Schrecken des 2. Weltkriegs: Von vorne wirkt sie unversehrt, aber auf der Rückseite ist der Stein durch die Hitzewelle der Atombombe geschmolzen. Zwischen solchen Mahnmalen und Informationstafeln über Rüstungsausgaben oder UN-Friedensmissionen, sind Geschenke aus aller Welt ausgestellt, die die Vielfalt der Mitgliedsländer zeigen. Und für Touristen gibt es im Untergeschoss Fähnchen aus aller Welt zu kaufen.

Um auf etwas leichterer Note zu enden: Fast so alt wie UN selber ist das inoffizielle Gremium, dem ich seit diesem Jahr angehöre und das Frieden durch gemeinsames Singen schaffen will: Die UN-Singers.

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