Vieles habe ich ja noch ausgelassen in diesem Blog – oder übrig gelassen für den nächsten Besuch. Aber eine Dame muss ich nun doch noch würdigen, solange ich hier bin: Sie ist 93 Meter groß, von grünlicher Hautfarbe und ist in fast jedem New York Bild zu sehen. Naja, letzteres ist wohl doch etwas übertrieben. Die Statue of Liberty ist zwar eines der bekanntesten Wahrzeichen New Yorks, aber sie ist dann meistens doch so weit entfernt, dass man sie mit einer banalen Handy-Kamera nicht einfangen kann, oder bestenfalls als kleines Pünktchen am Horizont.
Natürlich gäbe es die Möglichkeit mit einer Fähre zum Liberty Island überzusetzen und die Statue dort aus der Nähe zu betrachten. Aber diese touristische Tour schließt dann immer auch Ellis Island mit ein, die Insel auf der die Einwanderer früher erfasst und medizinisch untersucht wurden. Das ist auf jeden Fall interessant und zu empfehlen; ich habe es aber schon einmal gemacht und habe deshalb in den letzten Monaten das nicht unbedingt auf dem Schirm gehabt.
Auch für das Liberty Island gibt es unterschiedliche Pakete – wer die Crown Option buchen will, bei der man bis oben unter den Strahlenkranz steigen kann, muss zwar nicht viel mehr zahlen als für das einfache Fährticket (25 $), die Tickets sind aber sehr gefragt und lange vorher ausgebucht. (Weitere Infos und Tickets gibt es hier).
Aber auch, wer sich nicht auf das kleine Inselchen wagen will, wird der Freiheitsstatue begegnen: im Original und mit Abstand zum Beispiel bei der Fahrt mit der Staten Island Fähre, bei einer Überquerung der Brooklyn Bridge (zu Fuß) oder der Manhattan Bridge (am besten mit der Subwaylinie Q), vom dem Valentino Pier in Red Hook aus, oder in Miniatur und zu Hunderten in Andenkenläden oder bei Kunstverkäufern auf der Straße. Auch die seriösen Museen haben die Freiheitsstatue im Programm. Pacita Abad hat sich selbst in einer Patchworkarbeit als bunte Statue of Liberty portraitiert (derzeit ausgestellt im MoMA P.S.1).
Im Met Museum gibt es eine kleine Fassung aus bemalter Terracotta. Dieses vielleicht einen Meter hohe Modell wurde von dem Franzosen Frédéric-Auguster Bartholdi 1875 gefertigt. Mit dem Verkauf dieses Modells sollte die Aufstellung und der „Unterbau“ für die Statue finanziert werden. Die kupferne Figur selber war ein Geschenk des französischen Volkes an die Vereinigten Staaten – um die Idee der Freiheit und der Abschaffung der Sklaverei zu feiern.





Hinterlasse einen Kommentar