Miscellaneous & Met-Museum

Miscellaneous & Met-Museum

Hat hier neulich jemand “Ende” gesagt? Sorry, liebe Fußballfreunde! Aber das Leben geht weiter. Irgendwie geht es immer weiter; diese Erfahrung machen wir gerade jetzt, während ich diese Zeilen mal wieder in einem Zug sitze, diesmal Richtung Boston, Massachusetts. Unser eigentlicher Zug wurde kurz vor der Abfahrt gestrichen. Der Informationsfluss zu Ersatzverbindungen war ähnlich lückenhaft wie der Zugverkehr; wir haben es aber dennoch irgendwie geschafft, den Bahnhof zu wechseln, mit einer anderen Zuggesellschaft ein paar Stationen nach Norden zu fahren und dann in einen gerade noch dastehenden, verspäteten Zug nach Boston zu springen. Das hört sich alles nach idealer Vorbereitung für meine nächsten Zugreisen in Deutschland an.

Doch bevor es um Boston geht, kann ich Euch auch aus New York noch von ein paar last-Minute-Neuentdeckungen berichten. Zum Beispiel habe ich es noch auf eine weitere Dachterrasse geschafft, diesmal sogar mit Aussicht auf den Central Park: Wenn man nämlich im Metropolitan Museum zum Dachgarten fährt, ist man zwar nicht besonders hoch (nur im 5. Stock), aber mitten drin in der grünen Lunge Manhattans. Kunst (von Petrit Halilaj, einem in Berlin lebenden Künstler) und einen Café- und Snack-Stand gibt es auch noch. Wenn man also seinen Museumsbesuch zeitlich gut organisiert und keine Angst vor Riesenspinnen hat (keine Sorge, die sind ganz lieb), dann sollte man dieses i-Tüpfelchen mitnehmen.

Weiter unten im Museum gab es wie immer noch zahlreiche Sonderausstellungen. Die „Harlem Renaissance“ kann man immer noch und immer wieder anschauen (bis 28.7.), daneben „Hidden Faces“ aus der echten Renaissance – hier werden Vorder- und Rückseiten von Bildern von Holbein, Cranach d.Ä. und weiteren Künstlern gezeigt und entschlüsselt (letzter Tag: 7.7.24).

Unser Hauptaugenmerk haben wir aber diesmal auf die Modeausstellung „Sleeping Beauties“ gelegt. Nachdem wir bei der Met-Gala (die ja zur Finanzierung des Costume Institute am Met dient) leider nicht eingeladen waren, mussten wir uns an einem ganz normalen Freitag in die Schlange stellen – und waren noch nicht einmal passend angezogen. Für ein paar andere Leute wie etwa die beiden schönen „Black ladies“, die ich fotografieren durfte, galt das aber durchaus. Aus meiner Sicht sowieso der beste Teil dieser Ausstellung, gefolgt von ein paar hübschen oder auffälligen Kleidern der letzten 400 Jahre, unmotivierten Texten zum Thema Natur bis zum Schlusslicht Gerüche von alten Hüten, Kleider und Jacken. Wie Flohmarkt im Museum, brrr! Aber jede Nase ist anders. Vielleicht gefällt es Euch ja.

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Berlin, Brooklyn, and beyond

Eine Berlinerin berichtet aus Brooklyn